Ewige Liebe
Innen & Außen
Der Traum
Ich schritt
und fragte leise
ob ich erwünscht sei oder nicht?
Und auf ganz unbedachte Weise
schloss man die Tür
und löschte auch das Licht.
So stand ich nun im großen Ungewissen
befragte dich und dich und jeden, den ich sah,
verirrte mich in vielen dunklen Straßen
und schrie nach einer Antwort
nichts geschah.
Bis ich bemerkte,
dass ich ganz allein war.
Wohin mein Blick sich wandte, schwarzer Raum.
Ich schritt
und fiel in meine eignen Arme
verwirrt von diesem sonderbaren Traum.
Von dieser Stund an wusste ich die Antwort.
Ich war mir selbst erwünscht zu jeder Zeit.
Doch ganz besonders war ich mir im Klaren
bei absoluter Dunkelheit.
Fragen
Was ist mein Lebenszweck und Ziel? Wo, wenn nicht hier, kann ich die Antwort finden? Wer bin ich wirklich, gibt es einen Gott? Kann warme Suppe Mensch und Mensch verbinden?
Hört man der Wale Singen auch auf Mars und Venus? Beginnt das Ende mit des Anfangs Sein? Ist eine Mücke klug in ihrer Weise? Wird eine Sache heiliger in einem Schrein?
Wie, sag mir, kommt es, dass die Liebe schwindet? Kann Ehrlichkeit in sich auch Lüge sein? Warum ist mancher Tag so voller Sorgen? Ist denn der Tiere Seelenwissen rein?
Sind meine Kinder meines Geistes Sprossen? Womit bedeckt man was nicht sichtbar scheint? Ist Wasser oder Blut der Saft des Lebens? Wo wohnt der Riese, der die Welt beweint?
Warum sind Farben nicht in sich lebendig? Blüht eine Rose auch im Mondenschein? Sind Träume Boten einer zweiten Heimat? Bin ich in Wirklichkeit mit mir allein?
Wo sind die Engel, wenn ein Kind missbraucht wird? Wer macht den Anfang, wenn ein Krieg beginnt? Scheint denn die Sonne auch für schlechte Menschen? Wie bitte kommt es, dass die Zeit verrinnt?
Wer gibt mir eine Antwort, die ich stumm erfrage? Kommt alles Leben aus dem schwarzen Loch? Zerzaust der Wind im Wasser auch der Fische Schuppen?
Genug für heut, der Fragen gibt es tausend noch!
Allein im Zimmer
Leise fallen die Gedanken der Jahre
wie
Schneeflocken
auf
den
Boden.
Du sitzt im Raum
und siehst die Zukunft vor Dir.
Die Menschen, die dann
hier auf Deinem Platz sitzen.
Ob sie Dein Flüstern wohl hören werden?
Dein Blick aus dem Fenster verbindet Dich mit allen hier Gewesenen.
Die, die Du kanntest
und deren Gefühl Du zu ahnen versuchst
und die,
die einen anderen Weg gingen.
Ob die Bäume auch für sie ihre dünnen Äste zum Gruße hoben?
Wer hier wohl selig vor Glück sang
und ohnmächtig vor Wut schrie?
Deine eigenen Schreie hallen noch
und erinnern Dich daran,
dass die Zeiten sich ändern
und jeder Augenblick
LEBEN heißt. .
Vielleicht sitzt hier eines Tages Jemand
und ist sich dessen bewusst,
ohne schreien zu müssen.
Mit diesem schönen Bild
lässt Du Dich
lächelnd
auf den Gedankenteppich sinken,
formst einen Schneeball,
öffnest das Fenster
und wirfst ihn weit hinaus in den Tag.
Die Angst
Wir kommen
ohne sie
und gehen
mit ihr.
Sie ist ein treuer Wegbegleiter
und schnürt Dir
im Spaziergang
die Kehle zu
Frühlingserwachen
Wenn der Tag die Nacht durchdringt
und die Stunden sich vermehren,
zieht der Frühling durch das Land,
nimmt Dich bei der freien Hand,
lässt die Freude in Dich kehren.
Was Dich gestern noch bedrückte,
traurig stimmte, weinen ließ,
gilt Dir jetzt als Offenbahrung
einer göttlichen Erfahrung
und du drehst ihn um, den Spieß
Plötzlich ist die Welt so rosig,
puderquastig, lieblich fein,
alles schwebt auf Wolke Sieben,
es wär schön sich zu verlieben,
wenn es sein muss nur zum Schein.
Sieh, wie schön ist diese Zeit,
wenn die ersten Blumen blühen
und wir aus dem Schlaf erwachen,
weil auf den Straßen Kinder lachen
und die Vögel zu uns ziehen.
Wenn wir Menschen uns begegnen,
Augenblicke nicht verwehren
zieht der Frühling durch das Land,
nimmt Dich bei der freien Hand,
lässt die Freude in Dich kehren.
Keine Lust
Hab heut keine Lust
zu lachen,
möchte schmollen
ohne einen guten Grund
Will Dir einmal
keine Freude machen
sondern blöde sein und grollen
wie ein flohbesetzter Köter
namens Hund
Kannst Du mich denn jetzt noch leiden
wo ich doch kein gutes Mädchen bin?
Auch egal
dann lassen wir uns eben scheiden
und jetzt küss mich endlich,
frag nicht nach dem Sinn!!
Wortspektakel
Keines Deiner Worte
erreicht mich.
Drehst Dich im Kreis,
als wäre die Welt
ein Jahrmarkt.
Sag mir nur,
dass Du mich liebst.
Ich schaue Dir
nicht
in die Augen,
denn das Tor
zur Seele
ist längst verfault.
Zeitbeginn NULL
Die Zeit heilt nicht alle Wunden.
Aus manchen tropft der Eiter
der Vergangenheit unaufhörlich
und lässt
Wehmutsrinnsaale
über uns fließen, deren Spuren sich tief
in die Haut brennen.
Bei jeder noch so sanften Berührung erwacht der Schmerz
und stellt den Zeitbeginn auf
NULL.
Lebensquadratur
Das Leben eines Jeden
spielt sich in einem
sehr begrenzten
Rahmen ab.
Nur Wenigen gelingt es,
ihre Lebensquadratur
zu sprengen.
Der Schein, den diese Menschen
um sich tragen,
erfüllt das Leben Vieler
mit Hoffnung
und Manchen
gibt er den Mut
zum Versuch.