Malerei, Lyrik, Farbberatung

Poesie

Ewige Liebe

Innen & Außen

Der Traum

 

Ich schritt

 und fragte leise

ob ich erwünscht sei                oder nicht? 

Und auf ganz unbedachte Weise

schloss man die Tür

und löschte auch das Licht.

  

So stand ich nun                 im großen Ungewissen

befragte  dich und dich und jeden, den ich sah,

verirrte mich in vielen dunklen Straßen

und schrie nach einer Antwort

nichts geschah.

 

Bis ich bemerkte,

dass ich ganz allein war. 

Wohin mein Blick sich wandte, schwarzer Raum. 

Ich schritt

und fiel in meine eignen Arme 

verwirrt von diesem sonderbaren Traum.

  

Von dieser Stund an wusste ich die Antwort.

Ich  war mir selbst erwünscht zu jeder Zeit.

Doch ganz besonders war ich mir im Klaren

bei absoluter Dunkelheit.

 

Fragen

 

Was ist mein Lebenszweck und Ziel? Wo, wenn nicht hier, kann ich die Antwort finden? Wer bin ich wirklich, gibt es einen Gott? Kann warme Suppe Mensch und Mensch verbinden?

 

Hört man der Wale Singen auch auf Mars und Venus? Beginnt das Ende mit des Anfangs Sein? Ist eine Mücke klug in ihrer Weise? Wird eine Sache heiliger in einem Schrein?

 

Wie, sag mir,  kommt es, dass die Liebe schwindet? Kann Ehrlichkeit in sich auch  Lüge sein? Warum ist mancher Tag so voller Sorgen? Ist denn der Tiere Seelenwissen rein?

 

Sind meine Kinder meines Geistes Sprossen? Womit bedeckt man was nicht sichtbar scheint? Ist Wasser oder Blut der Saft des Lebens? Wo wohnt der Riese, der die Welt beweint?

 

Warum sind Farben nicht in sich lebendig? Blüht eine Rose auch im Mondenschein? Sind Träume Boten einer zweiten Heimat? Bin ich in Wirklichkeit mit mir allein?

 

Wo sind die Engel, wenn ein Kind missbraucht wird? Wer macht den Anfang, wenn ein Krieg beginnt? Scheint denn die Sonne auch für schlechte Menschen? Wie bitte kommt es, dass  die Zeit verrinnt?

 

Wer gibt mir eine Antwort, die ich stumm erfrage? Kommt  alles Leben aus dem schwarzen Loch? Zerzaust der Wind im Wasser auch der Fische Schuppen? 

 

 

Genug für heut, der Fragen gibt es tausend  noch!

 

Allein im Zimmer

Leise fallen die Gedanken der Jahre

wie

Schneeflocken

auf

den

Boden.

Du sitzt im Raum

und siehst die Zukunft vor Dir.

Die Menschen, die dann

hier auf Deinem Platz sitzen.

Ob sie Dein Flüstern wohl hören werden?

Dein Blick aus dem Fenster verbindet Dich mit allen hier Gewesenen.

Die, die Du kanntest

und deren Gefühl Du zu ahnen versuchst

und die,

die einen anderen Weg gingen.

Ob die Bäume auch für sie ihre  dünnen Äste zum Gruße hoben?

Wer hier wohl selig vor Glück sang

und ohnmächtig vor Wut schrie?

Deine eigenen Schreie hallen noch

und erinnern Dich daran,

dass die Zeiten sich ändern

und jeder Augenblick

LEBEN heißt. .

Vielleicht sitzt hier eines Tages Jemand

und ist sich dessen bewusst,

ohne  schreien zu müssen.

Mit diesem schönen Bild

lässt Du Dich

lächelnd

auf den Gedankenteppich  sinken,

formst einen Schneeball,

öffnest das Fenster

und wirfst ihn weit hinaus in den Tag.

Die Angst

Wir kommen

ohne sie

und gehen

mit ihr.

Sie ist ein treuer Wegbegleiter

und schnürt Dir

im Spaziergang

die Kehle zu

 

 

Frühlingserwachen

Wenn der Tag die Nacht durchdringt

und die Stunden sich vermehren,

zieht der Frühling durch das Land,

nimmt Dich bei der freien Hand,

lässt die Freude in Dich kehren.

Was Dich gestern noch bedrückte,

traurig stimmte, weinen ließ,

gilt Dir jetzt als Offenbahrung

einer göttlichen Erfahrung

und du drehst ihn um, den Spieß

Plötzlich ist die Welt so rosig,

puderquastig, lieblich fein,

alles schwebt auf Wolke Sieben,

es wär schön sich zu verlieben,

wenn es sein muss nur zum Schein.

Sieh, wie schön ist diese Zeit,

wenn die ersten Blumen blühen

und wir aus dem Schlaf erwachen,

weil auf den Straßen Kinder lachen

und die Vögel zu uns ziehen.

Wenn wir Menschen uns begegnen,

Augenblicke  nicht verwehren

zieht der Frühling durch das Land,

nimmt Dich bei der freien Hand,

lässt die Freude in Dich kehren.

Keine Lust

Hab heut keine Lust

zu lachen,

möchte schmollen

ohne einen guten Grund

Will Dir einmal

keine Freude machen

sondern blöde sein und grollen

wie ein flohbesetzter Köter

namens Hund

Kannst Du mich denn jetzt  noch leiden

wo ich doch kein gutes Mädchen bin?

Auch egal

dann lassen wir uns eben scheiden

und jetzt küss mich endlich,

frag nicht nach dem Sinn!!

 

Wortspektakel

Keines Deiner Worte

erreicht mich.

Drehst Dich im Kreis,

als wäre die Welt

ein Jahrmarkt.

Sag mir nur,

dass Du mich liebst.

Ich schaue Dir

nicht

in die Augen,

denn das Tor

zur Seele

ist längst verfault.

Zeitbeginn NULL

Die Zeit heilt nicht alle Wunden.

Aus manchen tropft der Eiter

der Vergangenheit unaufhörlich

und lässt

Wehmutsrinnsaale

über uns fließen, deren Spuren sich tief

in die Haut brennen.

Bei jeder noch so sanften Berührung erwacht der Schmerz

und stellt den Zeitbeginn auf

NULL.

Lebensquadratur

Das Leben eines Jeden

spielt sich in einem

sehr begrenzten

Rahmen ab.

Nur Wenigen gelingt es,

ihre Lebensquadratur

zu sprengen.

Der Schein, den diese Menschen

um sich tragen,

erfüllt das Leben Vieler

mit Hoffnung

und Manchen

gibt er den Mut

zum Versuch.